Schweiz Schlusslicht bei IT-Investments

Im Bereich IT-Investments gibt nur Griechenland weniger aus als die Schweiz. Aber das ist nicht die einzige überraschende Neuigkeit. 

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Eine weltweite Umfrage  von Arlington Research für EMC enthüllt, dass nur 23 % der befragten SchweizerInnen letztes Jahr ein höheres IT-Budget erhielten. Damit liegt die Schweiz unter 26 Ländern auf dem vorletzten Platz. Die Einschätzungen von knapp 3000 CIOs und IT-Führungspersonen zeichnen ein unerwartet düsteres Bild von der Branche.

Die IT-Abteilung: eine bedrohte Spezies?

Die digitale Transformation setzt IT-Abteilungen unter Druck.  Viele CIOs bezweifeln, dass ihre IT die wachsenden Herausforderungen bewältigen kann. Die Umfrage zeigt: Ganze 22%  der Schweizer Befragten glaubt, dass ihre IT-Teams die Technologie im Business nicht mehr im Griff haben. Knapp die Hälfte der Befragten rechnet sogar damit, dass ihr Verantwortungsbereich während der kommenden drei Jahre gänzlich verschwinden wird.

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Druck von innen

Der Unternehmens-IT fehlt es nach Einschätzung der TeilnehmerInnen an zeitgemässen Infrastruktur-Technologien und entsprechenden Management-Verfahren. Vor allem aber hapert es am „Business Alignment“, also der Anbindung an und dem Einfluss auf den übrigen Geschäftsbetrieb. Entscheidungen über Digitalisierungs-Fragen werden in vielen Unternehmen nicht mehr in der IT getroffen, sondern in anderen Organisationsbereichen wie der Geschäftsführung, dem Marketing oder dem Vertrieb.

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Druck von aussen

Ganze 44% der befragten Schweizer CIOs befürchten das Ende der internen IT.   Cloud- und anderen Outsourcing-Dienstleister könnten nämlich sämtliche oder zumindest ein Grossteil der Aufgaben der internen IT-Abteilungen übernehmen.

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Rettungsmassnahmen

Der Aufbau zeitgemässer, flexiblerer Infrastrukturen vermindert  Risiken  und schafft eine gute Plattform für künftiges Wachstum . Auch interne Weiterbildung  in Bereichen wie Business-Know-how, Cloud-Computing oder konvergenten Infrastrukturen können der Marginalisierung von IT-Abteilungen entgegenwirken.

„Eine zukunftsweisende Infrastruktur ist in der Tat ein Schlüssel zum Bewältigen der Herausforderungen, auf die unsere Befragung verweist: Um ihre eigene Digitalisierung gestalten zu können, brauchen Unternehmen eine auf Geschäftsziele ausgerichtete, effektive, effiziente und vor allem flexible IT. Und die wiederum braucht ein zeitgemässes Rechenzentrum, das heisst: eines, das software-definierte, konvergente Systeme nutzt.“
Volker Wenzel, Manager Presales bei VCE, EMCs Joint-Venture-Beteiligung für konvergente Infrastrukturen

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Herausforderung als Chance

Ein neues Rollenverständnis seitens der CIOs ist ebenfalls von Nöten. Sie sind nicht mehr nur „Technologie-Chefs“, sondern müssen Führung übernehmen und Veränderungen selbst vorantreiben. Als Service-Enabler, Senior Team Members und Value Drivers.
Das heisst: Sie stehen dafür gerade, dass die IT läuft. In Zusammenarbeit mit ihren KollegInnen entwickeln sie innovative Stragegien und tragen die Digitalisierung in weite Teile des Unternehmens. Und sie generieren Business-Mehrwert, indem sie sich in den Bereichen Customer Engagement oder Vertrieb engagieren.

Mit diesem neu definierten Aufgabenprofil sollten sie auch besser für mehr Budget argumentieren können.

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