Flash und das Ende der Festplatte

Flash ist heute die einzige realistische Wahl für Primary Storage. All-Flash Arrays sind auf dem Weg, die dominante Triebkraft im Bereich Primary Storage zu werden. Trotzdem geistern immer noch zahlreiche Mythen umher, die wir ansprechen und aus dem Weg räumen müssen. Nur so können Unternehmen diese Technologie und ihre Vorteile bestmöglich nützen.

database-storage-xtremio

Wussten Sie, dass 2016 der 60. Jahrestag der ersten kommerziellen Nutzung eines Festplattenspeichers ist? Eine tolle Leistung, die sich aber ihrem Ende nähert – zumindest für die meisten Primary Storage Use Cases. Berichten der Research- und Beratungsplattform Wikibon zufolge wird die Ära des Festplatten-dominierten Data Centers in weniger als zehn Jahren zu Ende sein.

Laut Wikibon wird im Jahr 2020 die Nutzung von Flash als Production Storage mit jener von Festplattenspeichern gleichziehen, 2026 wird Flash seinen jahrzehntealten Kollegen um das 30-fache überholt haben. Im November 2013 kam XtremIO auf den All-Flash-Array Markt und erreichte innerhalb von nur sechs Wochen Platz Eins. Nur sechs Monate später war XtremIO bereits das am schnellsten wachsende Produkt in der Geschichte von EMC mit einem Marktanteil, der ein Drittel höher war als jener des nächstplatzierten Konkurrenten. 2016 begann DellEMC, sein Primary Storage Angebot komplett auf All Flash auszurichten und brachte VMAX sowie die Unity auf den Markt.

Heute ist Flash Standard bei Neukäufen von Primary Storage und bei konvergenten Infrastrukturen meist auch. Die digitale Transformation schreitet immer rasanter voran. Es ist Zeit, die noch vorhandenen Mythen aus dem Weg zu räumen.

mt49-dell-emc-xtremio-product-overview-and-new-use-cases-2-638

Mythos 1: Flash ist zu teuer

Seit 2016 kostet Flash Storage für Primary Data erstmals genauso viel wie Festplatten-Lösungen.  Bezüglich der Anschaffungskosten pro Gigabyte kann es Flash Storage durchaus mit Festplattenlaufwerken aufnehmen. Dank der Datenreduktion (etwa Kompression und Deduplizierung), dem geringeren Wartungsaufwand, der einfacheren Administration und dem geringeren Energieverbrauch können Unternehmen ausserdem erheblich geringere Betriebskosten mit Flash erzielen.

Mythos 2: Flash wird zu schnell kaputt

Die Abnutzung von Flash Medien erfolgt oft durch die Entstehung von sogenannten Hotspots, die an den Orten auf dem Drive entstehen, wo Daten wiederholt geschrieben werden. Ja, Flash ist ein sich abnutzendes Medium. Dies wird aber durch moderne System- und Drivekapazitäten aufgefangen, was wiederum die Folgen für die EndverbraucherInnen minimiert.

Heute werden Flash Drives konstant kontrolliert, sodass man der Entwicklung von Hotspots proaktiv entgegenwirken kann. Aufgrund der Verbesserung des Workload-Managements, der geringeren mechanischen Fehlerquote sowie der grösseren Beständigkeit sind Flash Drives sogar physisch langlebiger als mechanische Festplattenspeicher.

Mythos 3: Die Performance von Flash ist für mein Unternehmen irrelevant

Mit dem Anstieg von agilen Unternehmen, in welchem Testings, Entwicklung und Online-Analyse  prominente Rollen einnehmen, ist Batch- und Nacht-Verarbeitung einfach nicht mehr zeitgemäss. Moderne, kompetitive Organisationen müssen in Echtzeit mit (nahezu) Echtzeit Daten arbeiten. Das ist realistisch nur mit Flash möglich. Viele Organisationen mit großen Workloads nutzen Flash bereits intensiv um das Maximum aus ihren IT-Investments herauszuholen. 

Flash wirkt sich auch positiv auf den Reingewinn aus. Eine Analyse von ESG hat ergeben, dass etwa XtremIO die Möglichkeit bietet, Datenanalysen auf derselben Plattform laufen zu lassen wie die Produktionsdatenbank. Zusätzlich verkürzt es die Entwicklungszeit neuer Produkte und verbessert Kontinuität und Verfügbarkeit. Laut ESG kann das einem Unternehmen jährlich bis zu 645.000 Dollar sparen.

XtremIO ermöglicht es Organisationen, in Echtzeit platzsparende Kopien von Produktionsdatenbanken und Applikationsdaten zu erstellen – ganz ohne Performanceverlust oder Einbussen in der Storage-Kapazität.

Für viele Unternehmen ist also eine  Architektur auf zwei Schienen zu empfehlen: Flash für Production Data und HDD-basiert für Datensicherung, Archivierung und Back-Ups. Für sekundäre Daten ist also die Nutzung von Festplattenspeichern sinnvoll, da diese noch immer einen Kostenvorteil gegenüber Flash bieten. Wenn ein Data Center allerdings nur für Production Workloads genutzt wird und der häufige Zugang zu aktiven Daten erforderlich ist, dann ist All-Flash die beste Lösung.

Best Case Callaway Golf

Der DellEMC Kunde Callaway Golf hat seine Primary Daten Storage umstrukturiert und auf Flash umgestellt.  Die Nachfrage nach ihren massgeschneiderten Golfschlägern  war massiv gestiegen. Also setzte das Unternehmen  eine komplette Transformation ihrer IT um, sodass der Weg  von der Produktionsstätte zum Kunden beschleunigt werden konnte. Dank dem Einsatz von XtremIO konnte Callaway Golf ihre Storage Kosten um 50% senken und gleichzeitig die Storage Effizienz um 60% steigern. Heute braucht ein massangefertigter Golfschläger vom Herstellungsort zum Kunden nur 24 Stunden.

storagereview-emc-xtremio4_0

Flash forward – Warum also nicht Flash?

Der Weg ist bereit. Flash kann die „historische“ Festplatte ersetzen. Es gibt keine finanziellen oder praktischen Gründe mehr, aus denen Unternehmen vor dieser Technologie zurückschrecken brauchen. Im Gegenteil: Die Vorteile sind heute so relevant wie nie.

Anstatt uns zu fragen: „Warum Flash?“ ist folgende Frage inzwischen viel zeitgemässer: Warum NICHT Flash?

Wagen auch Sie den Schritt zum All-Flash Speicher!

Original Artikel in englischer Sprache von Dan Cobb, EMC Fellow, Global Technology Strategy

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.