Isilon auf dem Broadcasting-Prüfstand

Der Wiener Sender W24 verfügt seit einem Jahr über eine neue Isilon Speicherlösung. Die Technik und die Redaktion sowie Oliver Rester, von der verantwortlichen Wien Holding, zeigten sich zufrieden.

 

Isilon_W24
Oliver Rester von der Wien Holding arbeitet seit 12 Jahren in der IT-Branche.

W24 als kleiner Wiener Stadtsender ist zwar im Besitz der öffentlichen Hand, durch die Eigentümerverhältnisse der Wien Holding allerdings privatwirtschaftlich organisiert. Straffes Management ist nicht nur im Personalbereich, sondern auch bei den Daten notwendig.

Seit Fernsehen digital ist, und die Aufzeichnung auch bei einem eher kleinen Sender wie W24 nur noch in HD passiert, wachsen auch die Daten rasant an. „Wir haben einen Datenzuwachs von sieben Terrabyte pro Monat“ erklärt Oliver Rester.

Das verlangt nicht nur nach einem gewaltigen Speichervolumen. Als Fernsehsender braucht es auch enorme Rechenleistung. Beiträge für Nachrichten-sendungen müssen rasch geschnitten werden, um möglichst zeitnah “on Air” gehen zu können. Mit dem Isilon System von EMC ist das kein Problem.

„Früher hatten wir von jedem Dorf einen Hund. Die Systeme waren bunt zusammengewürfelt. Das war anstrengend und schränkte uns in der Leistung stark ein. Management, Performance und Stabilität haben sich mit dem neuen System sehr verbessert“, zeigt sich Rester zufrieden.

Bei der Entscheidung für Isilon waren spezifische Momente ausschlaggebend, die besonders im Broadcasting wichtig sind. Relevant ist etwa die Operabilität von Windows und gleichzeitig Macintosh – je nachdem was der Redakteur/Techniker zu tun hat, werden verschiedene Systeme benötigt. Auf den Schnittplätzen wird ausschließlich mit „Final Cut Pro“ gearbeitet, einem Apple-System. Die RedakteurInnen jedoch arbeiten auf Windows-Computern – kein Problem für Isilon.

Neben einem großen, schnellen Speicher war für die Entscheidungsfindung außerdem das vereinfachte Management ein zentrales Anliegen. „Auch Backups funktionieren jetzt sicher und einfacher. Letztlich ist die Herstellergarantie ein wesentlicher Punkt. Für die nächsten fünf Jahre brauchen wir uns keine Sorgen um Service und Hardwareerweiterung  machen.“

5-Jahresplan verwirklicht

„Auch wenn wir womöglich bald in 4K und nicht mehr in HD produzieren werden, brauchen wir uns keine großen Gedanken machen. Dazu muss man zwar die Schnittplätze ändern. Bis dahin vergeht aber noch ein bisschen Zeit. Der Grundstein dafür ist gelegt. Selbst wenn sich unser Wachstum verdoppeln sollte, können wir ganz einfach zusätzlichen Speicher kaufen“, erklärt Oliver Rester. Das Filesystem verfügt über eine ausreichende Dynamik um Speichererweiterungen und Backups reibungslos durchzuführen.

Auch die Komponenten sind perfekt auf Isilon abgestimmt. Rester ergänzt: „Dadurch hatten wir auch in dem Bereich überhaupt keine Probleme. Ich muss betonen, dass der Support wirklich exzellent ist. Wir haben irrtümlich einen Stromstecker aus- oder umgesteckt und nur wenige Minuten später läutet das Telefon. EMC ist an der Leitung und fragt, ob es ein Problem gibt und Hilfe benötigt wird. Der Support ist 24/7. Das macht sich wirklich bezahlt.“

Mit der Isilon hat W24 nun ein Serversystem, das sich mit viel größeren Privatsendern locker messen kann. Das ist definitiv eine zukunftsorientierte Sichtweise. Rester schätzt auch die Mentalität von EMC: „Wir haben viel gefordert und wurden nicht enttäuscht. Was abgemacht ist, wird auch erfüllt. Das schätze ich sehr.“

In Amsterdam, auf der National Broadcast Convention, hat sich das Team der Wien Holding vergewissert, dass Isilon auch wirklich das ist, was benötigt wird. „Auf der Messe hat man uns ein maßgeschneidertes Konzept präsentiert, das uns wirklich überzeugt hat. Da ist die Entscheidung gefallen.“

Einen kleinen Nachteil jedoch bringt das enorme Gesamtvolumen von 432 TB mit sich. Die Speicherdisziplin ist schlechter geworden. Jeder hat schlicht so viel Platz zur Verfügung, dass es kaum auffällt, wenn etwas nicht auf Mindestmaß getrimmt ist. Ein annehmbares Manko.

Das Isilon-System kann ohnehin „quasi unendlich“ erweitert werden. Eine faktische Grenze gibt es dennoch, denn bei 96 Petabyte (1 TB = 1015 bytes) ist aus technischen Gründen Schluss. Aber bis dahin können noch viele Sendungen produziert werden.

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