EMC Xchange: Von 0 auf € 239 Mio. in 6 Jahren

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Was haben ein knapp 30-jähriger Multimillionär, die CIOs von OMV & der Stadt Wien und Viktor Gernot gemeinsam? Sie alle waren Gäste am EMC Xchange Day 2015.

In den Aufzügen des Ares Tower in Wien Donaustadt geht es rasant nach oben. Ein Gefühl, das Florian Gschwandtner vom Österreichischen Start-up (darf man die noch so nennen?) Runtastic gut kennt… Gemeinsam mit anderen interessanten Gästen war Gschwandtner einer der Speaker am EMC Xchange 2015, dem EMC Event der “etwas anderen Art”.

Von EMC Country Manager EMC Austria, Stefan Trondl, und seinem Marketingteam war die Location Ares Tower absichtlich gewählt: „Uns war bewusst, dass wir nicht nur von Erneuerung sprechen dürfen, sondern diese Erneuerung auch in der Art zeigen müssen, wie wir unsere Kundenveranstaltungen planen und durchführen“, sagt er im persönlichen Gespräch.

In den letzten Jahren hat EMC mit großem Erfolg das jährliche EMC Forum abgehalten. 2015 war es an der Zeit, etwas Neues zu probieren und auf die veränderten Bedürfnisse der Kunden einzugehen und dem erweiterten Portfolio von EMC Rechnung zu tragen.

Natürlich bin ich als langjähriger Mitarbeiter etwas voreingenommen. Aber ich kann voller Überzeugung sagen: Experiment geglückt! Und vielleicht sogar mehr als das!

Von Arroganz zu Demut

Schon in der Key Note von Dinko Eror, VP Global Services EMEA, wurde klar, wie sehr sich die Industrie und die internationale Technologielandschaft verändert. EMC hat das erkannt und sich in seinem Verhalten am Markt enorm weiterentwickelt. Eror: “EMC hat sich in den 2000er Jahren irgendwo zwischen gesundem Selbstbewusstsein und Arroganz bewegt. Diese Zeiten sind vorbei. Heute sind wir vertrauensvoller Partner für unsere Kunden. Offen für alle Ideen und mit genügend Demut vor den großen Herausforderungen, die wir gemeinsam haben“.

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Dinko Eror, VP GS EMEA mit Ulrike Huemer, CIO Stadt Wien

Genau diese Herausforderungen hat Marcus Frantz, Group CIO der OMV, in seinem Vortrag beschrieben. Wie kann man die Digitalisierung in einem 25.000 Mitarbeiter mächtigen Konzern vorantreiben? Neben dem Tagesgeschäft  – Öl bzw. Gas suchen, fördern, verarbeiten und verkaufen – beschrieb Frantz auch die durchaus problematische Entwicklung des Ölpreises.

Frantz: „Weniger Umsatz bedeutet weniger Spielraum für Investitionen.“ Hier muss der CIO zum Umsatzgenerator werden. Die IT als reines Cost-Center zu betreiben, genügt nicht mehr. Frantz stellte die ambitionierten Pläne für die weitere Digitalisierung von Prozessen vor und gab auch einen Einblick in die professionelle Business Continuity Strategie der OMV.

Joachim Thomasberger von Intel Österreich knüpfte an die großen Themen aus den Vorträgen von Eror und Frantz an: „IoT – Internet of Things – und Digitalisierung sind die Themen, mit denen sich Intel jetzt und in den nächsten Jahren besonders intensiv beschäftigen wird.“

Turnschuh statt Lackschuh – wenn Linz die Welt erobert

Student. Gründer. Multimillionär, 32. So liest sich die Superkurz-Vita von Florian Gschwandtner, CEO Runtastic. Der überaus sympathische Co-Founder der Fitness-App ist der fleischgewordene Inbegriff eines Start-up Gründers: eloquenter Auftritt ohne Anzug und Krawatte, das „Du“-Wort für alle und ein für sein Alter unglaubliches Charisma.

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Florian Gschwandtner, CEO Runtastic Österreich

In seinem Vortrag – pardon: „Pitch“ – erzählt er von den Anfängen von Runtastic: „Wir waren 4 Studenten der FH-Hagenberg und hatten eine Idee, viel Motivation, aber kein Geld.

Nachdem das erste Feedback von potentiellen Investoren alles andere als motivierend war, („das ist ein Gadget aber keine Firma“, „4 Gründer, des funktioniert nie!“, „Burschen, macht‘s was Gescheites“), beschlossen die jungen Herren einfach, ohne Fremdkapital zu starten. Der Rest ist beinahe Geschichte: 50 Millionen Nutzer, 150 000 neue Downloads pro Tag und der Verkauf um satte 239 Millionen Euro an Adidas im Jahr 2015. Gerade 6 Jahre nach Firmengründung. Gschwandtners Präsentation zog die Gäste des EMC Xchange Days in ihren Bann.

Wien: Lebenswert, Digital, Smart

Ulrike Huemer, CIO der Stadt Wien, ist bekannt für ihre Kooperationsbereitschaft mit der IT Industrie. Sie hat es ausgezeichnet verstanden, dass die digitale Strategie der Hauptstadt nur in enger Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung, Unternehmen und Bürgern Früchte tragen wird.

Huemer warnte in ihrem Vortrag allerdings auch davor, „Elektronifizierung mit Digitalisierung zu verwechseln“. Nur weil ein Formular plötzlich elektronisch verfügbar ist, das noch lange nicht „smart“.

„Mir is wurscht: Brutto oder Netto, Hauptsache Schwarz auf die Hand“    

Spaß sollte schon beim EMC Forum nicht zu kurz kommen: Der kleine, aber feine Besucherkreis von IT Experten, Partnern, Kunden und Journalisten (am EMC Xchange Day lautete das Motto in allen Bereichen „Klasse statt Masse“), konnte in diesem Rahmen auch Auszüge des neuesten Programms von Viktor Gernot genießen. Das oben erwähnte Zitat, stammt allerdings nicht von Gernots Gagenverhandlung mit EMC, sondern laut Künstler von einem ehemaligen österreichischen Spitzenfußballer 😉

Ein Experimental-Event hoch über den Dächern von Wien, mit Ausblicken über die lebenswerteste Stadt der Welt und in die Zukunft der Informationstechnologie. Das war der EMC Xchange Day 2015. Wir danken allen Vortragenden und Sponsoren – besonders aber unseren Kunden, die diese neue Art von Veranstaltung so gut angenommen haben und freuen uns schon auf die Folgeveranstaltung 2016.

Die Präsentationen inklusive Bildmaterial stehen auf unserer Website zum Downloaden bereit.

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