Die Big Data-Weihnachtsgeschichte

Wunschlisten, Distribution und Ressourcen – für das Christkind hat sich in den letzten Jahren einiges Verändert. Big Data soll jetzt dabei helfen, die Geschenke-Verteilung zu modernisieren – ein Planspiel.

Das Christkind hat ein Problem: Sein Geschäftsmodell ist veraltet, die Effizienz sinkt, die Zahlen sind zunehmend rot. Die rasante Entwicklung der Menschen, die natürlich auch vor deren Kindern und ihrem Wunschverhalten zu Weihnachten nicht haltgemacht hat, wurde verschlafen. Spät wurde erkannt, dass die Kundschaft des Christkinds immer seltener Wunschlisten schreibt – also die Kommunikationskanäle nutzt, auf die man sich versteift hatte. Die fehlende Präsenz in den Neuen Medien führt Gerüchten zufolge sogar dazu, dass die öffentliche Wahrnehmung (der Glaube) zunehmend rückläufig sein soll. Die folgerichtig niedrige Auslastung führte in weiterer Folge auch zu immer höheren Lagerständen von „liegen gebliebenen“ Geschenken und wirkt sich negativ auf die Stimmung im Elfen-Team aus. Steht das Christkind vor dem Aus? Wir wollen das nicht glauben. Wir wollen helfen! Mit den Möglichkeiten und Vorteilen von Big Data!

In den kommenden Wochen wollen wir drei essenzielle Bereiche in der Arbeit des Christkindes unter die Lupe nehmen.

  1. Die Wunschliste 2.0:
    Mit Markt- und Meinungsforschung auf Basis von Sentiment-Analysen und Realtime-Monitoring des WWW erkennen wir Trends, Wünsche und identifizieren unsere Zielgruppe.
  2. Ressourcen und Produktion:
    Welche Geschenke werden gebraucht, welche sind lagernd, was muss beschafft oder produziert werden – und von wem?
  3. Der Weihnachtsabend:
    Real-Time-Abfragen von Wetterberichten und Positionierung der Zwischenlager sind nur zwei Variablen, die für perfekte Just-in-time-Zustellung und Erledigung bedacht werden müssen.

Fangen wir dort an, wo die Geschenkidee beginnt: Bei der Wunschliste.

Die Wunschliste 2.0

slide-5-1024Die Wünsche der Menschen haben sich verändert. Tablets, Appcessories, Home-Entertainment, Software, Genuss-Packages … und das alles gerne online gefunden, diskutiert und empfohlen. Wie will man da als international agierender Dienstleister wie das Christkind mitkommen?! Ganz einfach: Mit modernen Real-Time-Analyse-, Monitoring und Visualisierungs-Technologien für Online-Medien. Heutige Lösungen dieser Art gehen schon lange über das bloße Auslesen und Tracken (Crawlen) von einzelnen Wörtern auf Webseiten hinaus. Aktuelle Programme wie die von EMC-Partner weblyzard bieten eine nahezu in Echtzeit laufende Analyse aller Inhalte an, aber auch der Stimmung auf einer Vielzahl von Medien, anhand derer die Daten in einer visuellen Benutzerschnittstelle mit interaktiven Trend-Charts an den Endnutzer weitergegeben werden. So können Social Media-Kanäle ebenso gemonitored werden, wie die Webseiten der unterschiedlichsten Medienhäuser, Blogs und vieles mehr.

Sentiment – what I want, what I need.

Grenzt man dann durch einfache Schlagworte und Themengebiete ein, wonach man im Grunde Ausschau hält, liefert einem das System am Ende ein schönes Stimmungs- und Interessenbild der Menschen. Perfekt für unser Christkind! So kann durch gezieltes Monitoring von Mentions ein perfektes Abbild seiner Außenwahrnehmung angefertigt und die Auswirkungen eventueller PR-Maßnahmen live nachverfolgt werden. Es ist außerdem möglich, einfach herauszufinden über welche Produkte sich die Menschen aktuell am positivsten äußern und was sie sich wohl am sehnlichsten wünschen. Und das alles natürlich schön visualisiert!

Das bedeutet, dass das Christkind nicht nur herausfinden kann, welche Produkte es besorgen oder herstellen muss. Es findet auch gleich heraus, in welchen Regionen der Erde welche Geschenke am begehrtesten sind – damit kann es auch gleich beim Zusammenstellen der „Wunschliste 2.0“ erste Erkenntnisse darüber gewinnen, wie er die Distribution und Produktion auslegen muss. Doch dafür gibt es noch viel mehr Optimierungsmöglichkeiten auf Basis von aktuellen Big Data Lösungen … und denen widmen wir uns in den kommenden Artikeln.

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