Dell Visor: VR Hands-On und Ausblick

Schon seit Anfang 2017 geisterten Gerüchte bezüglich neuer Virtual Reality und Mixed Reality-Geräte zu unschlagbaren Preisen durch die Medien.  Das wäre nicht nur für Endkonsumenten spannend, sondern durchaus auch für remote Unterstützung im industriellen Bereich interessant. Nun ist mit dem Dell Visor ein eben solches Produkt Realität geworden. Zeit für ein Hands-On präsentiert vom Dell EMC Partner Tieto.

Ich entwicklte im Zuge von Tieto Service Connect (IOT Service Plattform) Remote Assistance Services mit Microsoft HoloLens.  Somit war ich schon vor meiner ersten Begegnung mit dem optisch sehr ansprechenden Dell Visor durchaus vertraut mit dem Konzept Mixed Reality. Da darüber hinaus auch die Spezifikationen des Newcomers denen der HoloLens recht ähnlich sind, war ich früh guter Dinge, hier schnell umfangreiche Anwendungsgebiete erkennen und bearbeiten zu können.

Der Haken: Wie schon bei der HoloLens Anfang 2016 war es aber auch beim Dell Visor schwierig in Österreich an ein Gerät zu kommen. Immerhin war der Vertrieb vorerst auf Amerika beschränkt. Ich suchte via Twitter Kontakt zu Dell Österreich und siehe da: Die Antwort erfolgte prompt und erfreulich. Einige Tage vor dem Pioneers Industry 4.0 Hackathon war das Device da.

Gut verpackt findet man in der Packung zwei Motion-Controller und das eigentliche Dell Visor im Bundle.

Für die Einrichtung waren nur wenige Schritte zu beachten (Details siehe hier), die für jedermann relativ einfach zu bewerkstelligen sind:

  • Mixed Reality App starten (ev. zuvor installieren)
  • HDMI and die Graphikkarte und USB 3.0 in einen freien Slot
  • Motion Controller via Bluetooth verbinden
  • Und schon befindet man sich direkt im „Strandhaus“

Ich war wirklich überrascht wie einfach und gut die Integration in Windows 10 klappt. Auch der Tragekomfort des Geräts ist wirklich gut, das Gewicht kaum spürbar. Die Motion Controller liegen gut in der Hand und die Interaktion ist schnell gelernt.

In der Tat gibt es am Visor kaum etwas zu bemängeln. Zwei Punkte seien aber dennoch erwähnt:

  • gegen den Rand des Sichtfeldes wird das Bild etwas unscharf
  • ist der Visor heruntergeklappt, gibt es einen leichten Lichteinfall am unteren Rand

Bedenkt man aber den attraktiven Preis, so kann man diese Mini-Makel durchaus nachsehen.

Nun bin ich für meinen Teil nicht unbedingt der große Zocker, kann die Qualitäten des sehr “consumer-orientierten” Geräts diesbezüglich also nicht wirklich einordnen. Sehr wohl aber, wie solche „Low Price“ Devices für den industriellen Bereich genutzt werden könnten. Passend dazu habe ich kurz entschlossen Device und Entwicklungsrechner zum Pioneers Industry 4.0 Hackathon in Linz mitgenommen. Dort entwickelten wir eine Idee, wie ein möglicher Remote Support eines Servicetechnikers mittels Mixed Reality (HoloLens) und einen virtuell Reality Devices (Dell Visor) unterstützt werden könnte.

Mehr dazu – nämlich wie wir die Idee mit Hilfe von technischer Unterstützung von Microsoft CSE auf Machbarkeit und Devicetauglichkeit validierten – dann im nächsten Bericht.  Stay tuned!

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