Autonome Fahrzeuge: Vom Hype zur Realität.

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 Dank Internet of Things und Smart Homes wird unser Alltag bald nicht mehr wiederzuerkennen sein. Auch das Autofahren, heißt es. Aber wie weit ist nun der Stand der Technik im Bereich autonomer Fahrzeuge? Alexander Flor, Partner Presales Development Manager für EMEA “Emerging Markets”, ist skeptisch und plädiert für einen Data Lake.

Automobilbranche im Umbruch

Newcomer wie Tesla sorgen für Disruption und auch traditionelle Hersteller springen auf die Transformations-Welle auf.  Volkswagen zum Beispiel möchte „software defined“ Schadstoffwerte und Negativ-Schlagzeilen hinter sich lassen . Die „Strategie 2025“ des angeschlagenen Konzerns dreht sich ganz um Innovation in den Bereichen Elektrifizierung und Automatisierung.

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Hype oder Realität?

Wie sieht es nun mit dem aktuellen Stand der Technik im Bereich autonomer Fahrzeuge? Kann ich bald in mein Auto einsteigen und mich als Passagier ohne menschlichen Chauffeur sicher von  A nach B führen lassen? Wenn man den Teslas und Googles der Branche zuhört, ist die Antwort ein klares Ja.

Wie bei jeder neuen Innovation & Technologie durchläuft auch das autonome Fahrzeug den klassischen „Hype Cycle“. Hohe Erwartungen können angesichts Schwierigkeiten bei der Umsetzung schrumpfen.  Ein Trend endet nicht selten im „Tal der Tränen“ und in Desillusionierung.

Lieber Abwarten als Einsteigen …

Was autonome Fahrzeuge betrifft,  zeigen die Schlagzeilen der letzten Wochen eher in Richtung Desillusionierung.  Tesla vermeldete zwei Unfälle im Zusammenhang mit seiner Autopilot-Funktion zu vermelden. Einer davon endete tödlich. In beiden Fällen waren die Fähigkeiten des Assistenz-Systems offensichtlich überschätzt worden. Daher hatte der Fahrer nicht rechtzeitig ins Fahrgeschehen eingegriffen. Der Technologie kann man hier nur bedingt einen Vorwurf machen, eher dem Marketing des Autoherstellers.

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… sagt auch das Gesetz.

Zusätzlich hinken auch gesetzliche und rechtliche Rahmenbedingungen hinter den technologischen Entwicklungen hinterher. Während im Bahnverkehr führerlose Züge bereits Realität sind, darf aktuell kein Fahrzeug ohne menschlichen Fahrer am normalen Straßenverkehr teilnehmen. Das ist auch gut so, denn viele Fragen sind noch offen:

  • Wer wird belangt, wenn ein führerloses Auto einen Unfall verursacht?
  • Welche Entscheidung soll ein autonomes Fahrzeug in einer Situation treffen, bei dem es unweigerlich zu einem Unfall mit eventuellem Personenschaden kommt?
  • Gilt es den eigenen Passagier zu schützen oder etwaige Verletzungsgefahren quantitativ einzuschätzen?

Ein Auto hat keinen freien Willen. Die Fähigkeit, menschliche Entscheidungen zu treffen muss also einprogrammiert werden. Wer übernimmt hierfür die Verantwortung?

Ausblick

Bis unsere Straßen voller fahrerloser Autos sind, gilt es also noch große Hürden zu überwinden.

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Vielleicht würde der Autoindustrie ja ein Data Lake nützen um die Entwicklungen schneller voranzutreiben.  So können relevante Daten gesammelt und analysiert werden. Die Erkenntnisse daraus ermöglichen es, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Ob wir überhaupt in ein Taxi ohne Fahrer einsteigen wollen, ist uns allen natürlich selbst überlassen. Wer sich gerne spannende Lebensgeschichten oder den Ausgang des Fußballmatches erzählen lässt, wird sich wohl etwas einsam fühlen.

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